Über die Daten


Zeitungsannonce des Verlags J. J. Weber zur Veröffentlichung von Richard Wagners Das Judenthum in der Musik, in: Wiener Zeitung, vom 06.03.1869.


Auswahlkriterien

Es wurden verschiedene mediale und künstlerische Quellen einbezogen, die einen direkten oder weiterführenden Bezug zu Richard Wagners Das Judenthum in der Musik und den darin behandelten Themen haben. Folgende Kriterien bestimmten die Auswahl:

 • Rezensionen
Hierunter werden Quellen verstanden, die einen expliziten rezensierenden, kommentierenden oder kritischen Bezug zu Wagners Schrift erkennen lassen. Beiläufige Referenzen oder die rein beispielhafte Nutzung des Titels ohne weitergehende Auseinandersetzung blieben unberücksichtigt.

 • Thematische Relevanz
Die Auswahl umfasst ebenso Quellen, die den Topos des "Jüdischen in der Musik" inhaltlich vertiefen bzw. umdeuten, sowie Quellen, die eine Übertragung der Diskussion in andere Themenbereiche wie Malerei, Politik, Presse und Gesellschaft vornehmen. Es muss jedoch ein konkreter und nachweisbarer Bezug zu Wagners Schrift deutlich erkennbar bleiben.

• Dokumentarische Relevanz
Aufgenommen wurden Quellen, die historisch wichtige Informationen zur Ereignisgeschichte enthalten, bspw. kurze Zeitungsmeldungen zu Aufführungen, Neuerscheinungen von Büchern oder zeitgenössischen Reaktionen.

• Zeitliche Relevanz
Für die Auswahl der Quellen wurde der Zeitraum von 1850 bis 1945 festgelegt. Das Jahr 1850 markiert die Erstveröffentlichung von Wagners Schrift und damit den Beginn der Rezeption. Der quantitative und inhaltliche Schwerpunkt des Korpus liegt jedoch auf der Phase um die Zweitveröffentlichung (1869). Die Begrenzung auf das Jahr 1945 begründet sich durch den tiefgreifenden Bruch in der Wirkungsgeschichte beim Ende des Nationalsozialismus. Durch die zeitliche Spanne von rund 100 Jahren lassen sich langfristige Entwicklungen und diskursive Verschiebungen in der Rezeption nachvollziehen.
 

Das Korpus setzt sich somit aus folgenden Quellenarten zusammen:

- Zeitungs- und Zeitschriftenartikel: Dies beinhaltet alle journalistischen Textsorten, wie Meldung, Nachricht, Bericht, Kommentar, Rezension, Feuilleton.

- Bücher und Essays: Vorwiegend Broschüren mit vertiefter Auseinandersetzung, die die Debatte auf einer theoretischen Ebene fortführen.

- Handschrift: Manuskripte oder Notizen, die eine direkte oder indirekte Auseinandersetzung mit Wagners Schrift aufweisen. Diese können Entwürfe, Randbemerkungen oder unveröffentlichte Texte umfassen.

- Briefe: Korrespondenzen, die eine persönliche Auseinandersetzung mit Wagners Schrift enthalten. 

- Karikaturen: Visuelle Darstellungen, die eine pointierte Kritik oder Unterstützung der Thesen Wagners dokumentieren.

- Theaterstücke und Musikwerke: Kulturelle Reaktionen, die die Diskussion in andere künstlerische Formen überführen.

- Übersetzungen: Zeitgenössische Übersetzungen (insbesondere Französische und Englische).

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